
23.05.2026 – 18:00
24.05.2026 – 16:00
ein Theaterstück von & mit
wanda berger | sie/keine | Projektleitung, Konzept, Umsetzung, Kostüm
daniel kailer | keine | Text, Dramaturgie, Regie
luise steinbach | sie/ihr | Bühne, Recherche
emma kommert | sie/ihr | Licht, Recherche
caro w. müller | keine | Schauspiel
jonah helfert | keine | Schauspiel
johannes demmler | er/ihm | Audio
joana ferraz | sie/keine | Choreographie, Outside Eye
»Wir wurden erschaffen als Korrektiv, wir wurden erschaffen, weil scheinbar klar war, dass dieses Sinnliche und Schöne hineingeboren wurde in eine Welt, die es gaslighten, kleinhalten, belittlen, ›reinhalten‹, die es missbrauchen, vergewaltigen und töten will.«
– aus dem Text „blutige Schuld, schuldiges Blut"
geschrieben von Daniel Kailer für „storms oder von tränen, die wurzeln schlagen"
storms oder von tränen, die wurzeln schlagen, erzählt in loser Anlehnung an die griechischen Tragödien der „Orestie” des antiken Dichters Aischylos, von Erinnyen – Rachegött*innen – und erforscht, warum wir so fucking zornig und erschöpft sind.
Eine Welt, in der über allem das Damoklesschwert patriarchaler Gewalt hängt, grinds u down.
Was ist das für ein Gefühl, das in uns hochklettert, wenn wir eine Ungerechtigkeit erleben? Ist es eher die Eiseskälte, die den Blick frieren lässt und die Beine schwer macht? Oder doch eher ein Brodeln, ein Kitzeln, die geballte Faust in der Hosentasche und Speichel, der Fäden zieht? Und was ist eigentlich, wenn diese Ungerechtigkeit so groß und so alt ist, dass sich schon Generationen dagegen gestemmt haben und sie trotzdem immer noch täglich mehrere hundert Menschen das Leben kostet? Gibt es dann nur noch Selbstauflösung?
storms erzählt vom Wüten, vom Rasen, vom Schlachten und vom Stürmen, aber vor allem vom einander Begleiten. storms ist eine Rachefantasie, die ins Stocken gerät.
inhaltliche Hinweise:
Thematisierung von sexualisierter und patriarchaler Gewalt.